Schnappschuss der Woche: Franklin Resources

Mein stetig wachsendes Depot bringt mich der finanziellen Freiheit jeden Tag ein Stückchen näher.

Um passende Aktien für meine Anlagestrategie zu finden, habe ich mein eigenes Bewertungsmodell entwickelt.

Über die Bewertungsergebnisse berichte ich stets im Rahmen meiner Aktienanalysen.

Im Zuge dessen veröffentliche ich auch regelmäßig neue Kurzanalysen – die sogenannten Schnappschüsse der Woche.

Diesmal im Fokus: Die US-amerikanische Investmentgesellschaft Franklin Resources.

Franklin Resources Logo

Meine Bewertungsmethode

Bevor ich jedoch näher auf das Unternehmen eingehe, zunächst noch ein paar Worte zu meinem Bewertungsmodell.

Dieses berechnet anhand von 4 Bewertungskriterien meine persönliche Bewertungskennzahl – den Jung in Rente-Faktor.

Unternehmen mit einem Jung in Rente-Faktor von

  • unter -10 stellen für mich grundsätzlich keine Kaufkandidaten dar
  • zwischen -10 und +10 qualifizieren sich für meine Watchlist
  • über +10 schaffen es wahrscheinlich irgendwann in mein Depot.

Mehr Informationen zu meiner Art und Weise Aktien zu bewerten, findest du hier:

Bewertungsmodell

Franklin Resources in meinem Bewertungsmodell

Franklin Resources (US-Börsenkürzel: BEN, WKN: 870315) kommt derzeit auf einen positiven Jung in Rente-Faktor von +6,2 Punkten.

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Schnappschuss der Woche: Franklin Resources

Das sehr gute Bewertungsergebnis geht dabei insbesondere auf den rapiden Kursverfall infolge der Corona-Krise zurück. Denn die Aktie ist momentan vergleichsweise günstig zu haben.

So liegt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 9,6 deutlich unter dem langjährigen Schnitt von 14,5.

Die Unterbewertung wird auch anhand des F.A.S.T. Graphs-Charts deutlich.

Franklin Resources Fastgraphs
Franklin Resources – F.A.S.T. Graphs

Allerdings weist Franklin Resources so gut wie kein Gewinnwachstum mehr auf. Denn dieses ist sowohl seit 2004 (+1,3% p.a.) als auch seit 2011 (-1,1% p.a.) kaum noch vorhanden.

Immerhin weiß die amerikanische Investmentgesellschaft mit einer robusten Ergebnisentwicklung zu punkten. So ist das in Euro umgerechnete Jahresergebnis im gesamten Bewertungszeitraum nur vier Mal zurückgegangen (2008, 2009, 2015 und 2019). Der stärkste Gewinneinbruch fand dabei während der großen Finanzkrise statt (-42%).

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Dividende

Sehr gut sieht es bei der Dividende aus.

Schließlich hat Franklin Resources seine Ausschüttung bereits seit 29 Jahren ununterbrochen gesteigert!

Die im Chart zu erkennenden Ausschüttungsschwankungen sind dabei nicht auf wiederkehrende Dividendenkürzungen zurückzuführen, sondern die Folge diverser Sonderausschüttungen.

In den vergangenen 5 Jahren haben die US-Amerikaner ihre Dividende deutlich erhöht. Diese wuchs währenddessen durchschnittlich um fast 17%.

Aktuell bietet Franklin Resources Neueinsteigern eine hohe Dividendenrendite von knapp 6%. Dabei liegt die Ausschüttungsquote bei um die 50%.

Fazit: Franklin Resources kein Kandidat für meine Watchlist

Franklin Resources schneidet in meinem Bewertungsmodell zwar sehr gut ab, ist aber dennoch kein Kandidat für meine Watchlist.

Die US-amerikanische Investmentgesellschaft weist auf den ersten Blick ein attraktives Bewertungsniveau auf. Allerdings ist das quasi nicht vorhandene Gewinnwachstum für mich ein echtes No-Go-Kriterium.

Da hilft dem Unternehmen leider auch der Status als Dividendenaristokrat wenig.

Danke für deine Aufmerksamkeit und weiterhin viel Erfolg beim Sparen, Investieren und frei sein!

Signature

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Volle Transparenz: Die von mir gehandelten Aktien und Optionen sind stets mit Risiken behaftet. Auch bin ich kein Finanz- oder Anlageexperte. Meine Aktienanalysen sind daher weder als Anlageberatung noch als Empfehlung zu verstehen und ich übernehme keinerlei Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage der hier präsentierten Informationen getroffen werden. Mehr Informationen hierzu findest du auch in meinem Disclaimer.

5 Antworten auf „Schnappschuss der Woche: Franklin Resources“

    1. Moin Florian,

      ja, so eine Krise hat ja auch ihr Gutes!

      Hätte ich mich früher vielleicht noch von dem relativ niedrigen Kurs blenden lassen, hat sich mein Fokus nunmehr auf ein starkes und kontinuierliches Gewinnwachstum verlagert.

      Man lernt an der Börse halt niemals aus 🙂

      – David

  1. Grüß dich David,

    ich habe mir in dieser Woche T. Rowe Price (Ticker TROW) basierend auf meiner kennzahlenbasierten Bewertungssystematik angeschaut. Aktuell wird der Vermögensverwalter zwar mit einem 15er KGV bewertet und ist daher etwas teurer als Franklin Ressources, dafür wächst das Unternehmen aber stabil und solide mit etwa 10 % pro Jahr. Zudem hat TROW nahezu keine Schulden. Vielleicht wäre das Unternehmen auch für dich einen Blick wert. Bin gespannt, wie T. Rowe Price in deinem Bewertungsmodell abschneidet. Anbei mal noch der Verweis auf meine Analyse…

    https://www.whirlwind-investing.com/t-rowe-price-group-analyse-2020-06-13/

    1. Moin Daniel,

      T. Rowe Price rangiert auch in meinem internen Ranking schon seit Jahren recht weit oben!

      Um ehrlich zu sein, habe ich sogar schon das ein oder andere Mal mit einer kleinen Einstiegsposition geliebäugelt.

      Abgesehen von der Kennzahlenanalyse finde ich das Geschäftsmodell allerdings nicht ganz so zukunftsträchtig, da ich der Auffassung bin, dass aktiv gemanagte Investmentfonds immer mehr ihrer Marktanteile an ETF-Anbieter wie BlackRock abgeben dürften.

      Dies war auch der Grund, warum ich während des Corona-Crashs lieber bei dem Unternehmen hinter den iShares-Indexfonds eingestiegen bin.

      Ich kann TROW dennoch demnächst gerne einmal in einem Schnappschuss der Woche vorstellen 🙂

      – David

      1. Grüß dich David.

        Vielen Dank für deine Antwort. Klar, ein Schnappchuss der Woche über TROW wäre klasse. Oder du machst eine ausführlichere Analyse und stellst T. Rowe Price und Blackrock direkt gegenüber. 😉
        Am besten werde ich mich gleich mal für deinen Newsletter anmelden, dass ich nichts verpasse. 🙂

        Ja, über das Risiko bzgl. der Transition von aktiv gemanagten zu passiven Investmentformen habe ich mir auch Gedanken gemacht. Allerdings sehe ich zumindest für T. Rowe Price das Risiko als überschaubar an, aus drei Gründen:

        1) Der Großteil der Umsätze, 2019 immerhin 91 %, stammt aus Gebühren für die Anlageberatung und „nur“ 9 % aus Verwaltungs-, Vertriebs- und Servicegebühren. Warum sollte TROW also zukünftig nicht auch eigene oder fremde ETFs anbieten bzw. vermitteln und daran verdienen?
        2) Seit wann sind ETFs so richtig präsent? Seit 2006? Also seit ca. 14 Jahren vielleicht? Dennoch wächst TROW zuverlässig und kontiniuerlich und weißt Stand März 2020 sogar ein ROIC über 30 % aus.
        3) Schau uns doch an, wir sind auch der Meinung, dass wir mit unserer aktiven Anlage bzw. mit unserem Stockpicking besser sind, als der Markt. Oder passive Anlageinstrumente sind uns zu langweilig oder… Ich glaube es ist eine Utopie, dass irgendwann der gesamte Markt passiv investiert. Das wäre auch gar nicht möglich.

        Aber gut, ich verfolge mal weiter, was du demnächst zu der Sache zu sagen hast. Ich freue mich drauf.

        Viele Grüße,
        Daniel.

        P.S. Gibt es eigentlich eine Möglichkeit bei neuen Kommentaren zu einem kommentierten Beitrag bzw. bei Antworten auf eigene Kommentare informiert zu werden? Ich selbst nutze auf dem Blog aktuell das Plug-in „Subscribe to „Double-Opt-in“ Comments“ und bin soweit zufrieden. Vielleicht wäre das auch für dich eine Möglichkeit.

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