Passives Einkommen Mai 2018

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Dank unseres stetig wachsenden Depots aus Aktien, ETFs, Anleihen sowie Fest- und Tagesgeldern erfreuen wir uns eines regelmäßigen passiven Einkommens. Im Mai flossen uns 475,62 Euro an Kapitaleinkünften zu. Damit war es bislang unser ertragreichster Monat in 2018.

Passives Monats-Einkommen
Passives Monats-Einkommen

Ein warmer Geldregen über Deutschland

Hinter unserem passiven Einkommen vom Mai stecken die jährlichen Dividenden des Versicherungskonzerns Allianz (96,00 Euro), des Premiumautomobilherstellers BMW (120,00 Euro), des Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmens Fresenius (12,00 Euro) sowie des größten europäischen Softwareherstellers SAP (16,80 Euro). Darüber hinaus schütteten auch der nordamerikanische Telekommunikationsgigant AT&T (56,09 Euro) sowie die US-amerikanische Apotheken- und Drogeriekette CVS Health (14,54 Euro) ihre jeweilige Quartalsdividende aus.

Dabei habe ich mich auch über zwei Dividendenerhöhungen freuen dürfen. So ist die Ausschüttung je Aktie bei der Allianz von 7,60 EUR auf 8,00 EUR (+5,3%) und bei BMW von 3,50 EUR auf 4,00 EUR (+14,3%) angehoben worden. Darüber hinaus wurde im Mai die jährliche Zinszahlung meiner KfW-Anleihe auf die Türkische Lira fällig (160,19 Euro).

Passives Einkommen Mai 2018
Passives Einkommen Mai 2018

Bis Ende Mai 2018 haben wir somit exakt 1.197,65 Euro vereinnahmen können. Dies entspricht einem passiven Einkommen von durchschnittlich 239,53 Euro im Monat (Vormonat: 180,51 Euro) bzw. 2.874,36 Euro hochgerechnet auf das Gesamtjahr. Dabei entfielen bislang rund 84% der Erträge auf Dividenden- und 16% auf Zinseinnahmen.

Passives Jahres-Einkommen
Passives Jahres-Einkommen

Unserem Ziel für 2018, ein passives Einkommen von durchschnittlich 250 Euro pro Monat zu generieren, haben wir uns also noch ein Stückchen genähert. Und auch im Juni steht uns dank der Ausschüttung von Royal Dutch Shell, ein weiterer guter Dividendenmonat bevor.

Passives Einkommen Soll-Ist-Vergleich
Passives Einkommen Soll-Ist-Vergleich

Depoterweiterungen im Mai 2018

Auf unserem Weg in die finanzielle Freiheit versuchen wir, unsere Einkommenssituation kontinuierlich zu verbessern. Zu diesem Zweck verfolgen wir eine zweigleisige Anlagestrategie.

Den Kern bildet ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio, welches wir mittels Value-Averaging besparen. Hier wurden im Mai keine Nachkäufe fällig.

Darüber hinaus besteht unser Depot aus einem ausschüttungsstarken Aktien-Portfolio. Dieses haben wir im Mai ebenfalls nicht weiter ausgebaut.

Aktuell liegt unser erwartetes passives Einkommen für 2018 bei 2.764,68 Euro (Vormonat: 2.773,90 Euro). Dies würde einer Steigerung von +35,4% im Vergleich zu 2017 entsprechen.






Wie hat sich dein passives Einkommen im Mai entwickelt? Lass es mich wissen und schreib einen kurzen Kommentar oder kontaktiere mich auf Facebook oder Twitter!

Rückblick: Royal Dutch Shell

Royal Dutch Shell_logo

Im Rahmen unserer Bewertungsserie berichte ich regelmäßig, warum es ein Unternehmen auf unsere Watchlist oder gar in unser Depot geschafft hat. Grundlage hierfür bildet stets das Ergebnis unseres eigenen Bewertungsmodells – der sogenannte „Jung in Rente“-Faktor. Diesmal werfe ich einen Blick zurück auf unsere Käufe von Royal Dutch Shell.

Royal Dutch Shell_logo

Am 26. August 2015, 16. Dezember 2015 und 22. Juni 2017 hatten wir insgesamt 560 Anteile des britisch-niederländischen Unternehmens Royal Dutch Shell erworben. Bei einem durchschnittlichen Kurs von 22,00 Euro ergaben sich seinerzeit Anschaffungskosten von insgesamt 12.318,00 Euro. Hinzu kamen Nebenkosten von 40,95 Euro für die Orders über XETRA bzw. den Direkthandel der ING-DiBa.






Wer ist Royal Dutch Shell?

Royal Dutch Shell – oder kurz Shell – ist einer der weltweit größten Mineralöl- und Erdgaskonzerne. Die Geschichte des aus London stammenden Energieunternehmens begann bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Handel von dekorativen Muscheln (englisch: „Shell“).

Heute ist Shell vom niederländischen Den Haag aus in weltweit mehr als 70 Ländern aktiv. Das operative Geschäft teilt sich dabei im Wesentlichen auf die 3 Bereiche Upstream (Exploration und Förderung von Erdgas und Erdöl), Downstream (Raffination, Lieferung und Handel mit Rohöl sowie Produktion und Vermarktung von Produkten wie Kraftstoffen, Heizöl und Schmierstoffen) und Integrated Gas (Geschäft mit Flüssiggas und Erneuerbaren Energien) auf.

Royal Dutch Shell Ergebnis 2017 in Mrd. US$
Royal Dutch Shell Ergebnis 2017 in Mrd. US$

Der Schiefergasboom in den Vereinigten Staaten hat in den vergangenen Jahren jedoch zu einer kräftigen Verschiebung der globalen Kräfteverhältnisse geführt. Angesichts ihrer schwindenden Marktmacht sah sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) – angeführt von Saudi-Arabien – genötigt, in einen Preiskrieg gegen die amerikanische Schiefergasindustrie zu ziehen. Der anschließende Ölpreisverfall endete erst Anfang 2016 bei Barrelpreisen von unter 30 US-Dollar und brachte die großen Ölmultis – einschließlich Shell – in arge Bedrängnis.

Kursverlauf Brent-Öl
Kursverlauf Brent-Öl

Doch damit nicht genug. Mitten im Abwärtssog kündigte Shell an, das drittgrößte britische Energieunternehmen BG Group übernehmen zu wollen. Mit der Übernahme des auf Flüssiggas spezialisierten Unternehmens beabsichtigte man vor allem, sich kurzfristig unabhängiger vom Ölgeschäft zu machen.

Um die $70 Milliarden schwere Transaktion zu stemmen und gleichzeitig die Schwächeperiode am Öl- und Gasmarkt zu überwinden, legte sich Shell einen rigorosen Sparkurs auf. Hierunter fiel vor allem die Straffung des eigenen Projektportfolios, einschließlich der Veräußerung von Geschäftsanteilen im Wert von $30 Milliarden. Im Gegenzug sollen künftig vor allem die profitableren Geschäftszweige gestärkt werden. So sind unter anderem Investitionen in Höhe von jährlich $1 bis $2 Milliarden im Bereich der Erneuerbaren Energien geplant.

Warum Royal Dutch Shell?

Als wir uns im August 2015 erstmalig für den Kauf von Shell-Aktien entschieden, war der Preisverfall am Ölmarkt noch im vollen Gange. Allerdings war der Kurs der Aktie bis dato auch schon binnen Jahresfrist um mehr als 30% eingebrochen und notierte nahe des 5-Jahrestiefs.

Der Kurseinbruch erschien angesichts des um zwei Drittel reduzierten Ölpreises zwar durchaus gerechtfertigt. Der Kursverfall sorgte jedoch auch dafür, dass die Dividendenrendite auf bis zu 8% anstieg. Inwiefern diese in einem langjährigen Krisenszenario aufrechterhalten werden würde, wusste seinerzeit natürlich niemand mit Gewissheit vorherzusagen. Allerdings hatte Shell seine Dividende seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie gekürzt. Und eben diese Dividendenhistorie gab uns die Sicherheit, um bereits inmitten der Krise eine erste Position zu eröffnen.

Wie hat sich Royal Dutch Shell entwickelt?

Nachdem wir also im August 2015 erstmals Shell-Aktien erworben hatten (160 Stück à 22,00 Euro), stockten wir unsere Position im Dezember 2015 (200 Stück à 20,00 Euro) und Juni 2017 (200 Stück à 24,00 Euro) noch zwei weitere Male auf, sodass wir heute über insgesamt 560 Aktien des britisch-niederländischen Öl- und Gaskonzerns verfügen.

Im Hinblick auf den seither eingetretenen Kursverlauf haben wir bei allen drei Käufen natürlich ein glückliches Händchen bewiesen. So bescherte uns die Steigerung von unserem durchschnittlichen Kaufpreis (22,00 Euro) auf den heutigen Aktienkurs (30,00 Euro) bislang ein Plus von 36,4%. Hinzu kommen Dividendeneinnahmen von bisweilen etwas mehr als 1.600 Euro.

Kursverlauf Royal Dutch Shell
Kursverlauf Royal Dutch Shell

Ist Royal Dutch Shell weiterhin ein Kaufkandidat?

Doch wie attraktiv ist die Aktie von Shell heute? Dies muss sich anhand unseres Bewertungsmodells zeigen. Also los geht’s!

Wie günstig ist Shell?

Ich halte ein Unternehmen für günstig, wenn das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) niedriger ist, als dessen durchschnittliches KGV (seit 2004). Im Falle von Shell liegt das aktuelle KGV bei 21,6. Dies ist mehr als es in der Vergangenheit im Durchschnitt mit 13,3 der Fall war.

Royal Dutch Shell Bewertungsfaktor 1

Die Aktie von Shell ist daher im Augenblick deutlich teurer als üblich. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 58,9 Minuspunkte.

Wie stark ist Shell?

Ich halte ein Unternehmen für stark, wenn es seinen Gewinn sowohl lang- (seit 2004) als auch mittelfristig (seit 2011) steigern kann. Im Falle von Shell beträgt die geringere der beiden Wachstumsraten -12,6% p.a. Das Unternehmen weist somit sowohl mittel- als auch langfristig ein negatives Gewinnwachstum auf.

Royal Dutch Shell Bewertungsfaktor 2

Shell scheint daher ein recht schwaches Unternehmen zu sein. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 12,6 Minuspunkte.

Wie robust ist Shell?

Ich halte ein Unternehmen für robust, wenn es seine Gewinne langfristig (seit 2004) kontinuierlich steigern kann. Im Falle von Shell betrug der maximale Gewinneinbruch 85,6% (Geschäftsjahr 2015). Im Bewertungszeitraum kam es jedoch zu keiner Verlustsituation.

Royal Dutch Shell Bewertungsfaktor 3

Shell scheint daher kein sehr robustes Unternehmen zu sein. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 24,4 Minuspunkte.

Ist Shell derzeit ein Schnäppchen?

Ich halte ein Unternehmen für ein Schnäppchen, wenn dessen langfristige Gewinnentwicklung (seit 2004) das gegenwärtige KGV rechtfertigt. Im Falle von Shell gestehe ich dem Unternehmen aufgrund seiner Robustheit ein KGV von 8,4 zu. Dies ist weniger als das aktuelle KGV (21,6).

Royal Dutch Shell Bewertungsfaktor 4

Die Aktie von Shell scheint daher gegenwärtig überhaupt kein Schnäppchen zu sein. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 43,6 Minuspunkte.

Jung in Rente-Faktor

Zur Berechnung unserer persönlichen Bewertungskennzahl – dem sogenannten „Jung in Rente“-Faktor (JiR-Faktor) – zähle ich abschließend sämtliche Plus- und Minuspunkte des Unternehmens zusammen. Im Falle von Shell komme ich so auf einen JiR-Faktor von -139,5 Punkten.

Royal Dutch Shell Jung in Rente-Faktor

Unternehmen mit einem JiR-Faktor von unter -10 landen dabei nur äußerst selten auf unserer Watchlist, geschweige denn in unserem Depot. Ab einem JiR-Faktor von -10 qualifiziert sich eine Aktie für die engere Auswahl. Einen JiR-Faktor von 10 und höher deute ich sodann als Kaufsignal.

Shell kommt mit einem JiR-Faktor von -139,5 somit derzeit nicht für einen weiteren (Nach-)Kauf in Frage.

Dividende

Neben dem JiR-Faktor spielt bei unseren Kaufentscheidungen aber auch die Gewinnausschüttung eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Daher prüfe ich vor jedem Kauf zusätzlich, wie es um Höhe, Stabilität und Wachstum der Dividende bestellt ist.

Dividende Royal Dutch Shell
Dividende Royal Dutch Shell

Shell verfolgte bislang eine sehr anlegerfreundliche Ausschüttungspolitik. So hat das britisch-niederländische Unternehmen seine Dividende über den gesamten Bewertungszeitraum keinmal gesenkt. Gegenwärtig schüttet Shell etwa 121% seiner Gewinne aus, was einer Dividendenrendite von 5,2% entspricht.

Fazit

Aufgrund der seinerzeit sehr hohen Dividendenrendite sowie der beeindruckenden Dividendenhistorie hatten wir Royal Dutch Shell seit Mitte 2015 im Rahmen von 3 Käufen zu einem Durchschnittskurs von 22,00 Euro in unser Depot aufgenommen.

Das Risiko trotz des starken Absturzes des Ölpreises in eines der größten Mineralöl- und Erdgasunternehmen der Welt zu investieren, hat sich bislang für uns bezahlt gemacht. Neben den unrealisierten Buchgewinnen sind hier vor allem die bereits vereinnahmten Dividendeneinkünfte hervorzuheben, über die ans uns inzwischen rund 13% der Anschaffungskosten zurückgeflossen sind.

Die Ölpreis-Rally der vergangenen 12 Monate schlägt sich jedoch auch in unserem Bewertungsmodell nieder. Denn durch den starken Preisanstieg notiert die Shell-Aktie mittlerweile wieder nahe des Allzeithochs (32,50 Euro). Da sich diese Entwicklung jedoch (noch) nicht vollends auf die Geschäftszahlen des Unternehmens niedergeschlagen hat, erscheint die Aktie derzeit überteuert, sodass für uns im Augenblick ein Nachkauf nicht in Frage kommt.






Wie beurteilst du Investitionen im Öl- und Gasbereich und Royal Dutch Shell im Speziellen? Lass es mich wissen und schreib einen kurzen Kommentar oder kontaktiere mich auf Facebook oder Twitter!


Mein persönlicher Buchtipp passend zum Thema:

Update: Passives Einkommen April 2018

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Dank unseres stetig wachsenden Depots aus Aktien, ETFs, Anleihen sowie Fest- und Tagesgeldern erfreuen wir uns eines regelmäßigen passiven Einkommens. Im April flossen uns 212,70 Euro an Kapitaleinkünften zu. Nach den reichhaltigen Zuflüssen im März haben uns diesmal nur zwei unserer Portfoliounternehmen eine Dividende gezahlt.

Passives Monats-Einkommen
Passives Monats-Einkommen

Liebesgrüße aus Stuttgart und München

Hinter unserem passiven Einkommen vom April stecken die jährliche Dividenden des Stuttgarter Premiumautomobil- und -nutzfahrzeugherstellers Daimler (109,50 Euro) sowie des Münchener Rückversicherungskonzerns Münchener Rück (103,20 Euro).

Nachdem wir beide Positionen erst im März jeweils verdoppelt hatten, durften wir uns diesen Monat auch gleich über eine Dividendenerhöhung freuen. So ist die Ausschüttung je Aktie bei Daimler von 3,25 Euro auf 3,65 Euro (+12,3%) angehoben worden.

Passives Einkommen April 2018
Passives Einkommen April 2018

Bis Ende April 2018 haben wir somit exakt 722,03 Euro vereinnahmen können. Dies entspricht einem passiven Einkommen von durchschnittlich 180,51 Euro im Monat (Vormonat: 169,78 Euro) bzw. 2.166,09 Euro hochgerechnet auf das Gesamtjahr. Dabei entfielen bislang 95% der Erträge auf Dividenden- und 5% auf Zinseinnahmen.

Passives Jahres-Einkommen
Passives Jahres-Einkommen

Unserem Ziel für 2018, ein passives Einkommen von durchschnittlich 250 Euro pro Monat zu generieren, haben wir uns also weiter genähert. Und auch im nächsten Monat steht uns eine wahre Dividendenflut bevor, da die meisten deutschen Unternehmen ihre Dividende nur einmal jährlich im Mai ausschütten.

Passives Einkommen Soll-Ist-Vergleich
Passives Einkommen Soll-Ist-Vergleich

Depoterweiterungen im April 2018

Auf unserem Weg in die finanzielle Freiheit versuchen wir, unsere Einkommenssituation kontinuierlich zu verbessern. Zu diesem Zweck verfolgen wir eine zweigleisige Anlagestrategie.

Den Kern bildet ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio, welches wir mittels Value-Averaging besparen. Hier wurden im März keine Nachkäufe fällig.

Darüber hinaus besteht unser Depot aus einem ausschüttungsstarken Aktien-Portfolio. Dieses haben wir im April ebenfalls nicht weiter ausgebaut.

Aktuell liegt unser erwartetes passives Einkommen für 2018 bei 2.773,90 Euro (Vormonat: 2.763,46 Euro). Dies würde einer Steigerung von +35,9% im Vergleich zu 2017 entsprechen.






Wie hat sich dein passives Einkommen im April entwickelt? Lass es mich wissen und schreib einen kurzen Kommentar oder kontaktiere mich auf Facebook oder Twitter!


Mein persönlicher Buchtipp passend zum Thema:

Rückblick: CVS Health

CVS Health

Im Rahmen unserer Bewertungsserie berichte ich regelmäßig, warum es ein Unternehmen auf unsere Watchlist oder gar in unser Depot geschafft hat. Grundlage hierfür bildet stets das Ergebnis unseres eigenen Bewertungsmodells – der sogenannte „Jung in Rente“-Faktor. Diesmal werfe ich einen Blick zurück auf unseren Kauf von CVS Health.

CVS Health

Am 27. Januar 2017 hatten wir 35 Anteile des US-amerikanischen Unternehmens CVS Health erworben. Bei einem Kurs von 72,50 Euro ergaben sich seinerzeit Anschaffungskosten von 2.537,50 Euro. Hinzu kamen Nebenkosten von 9,90 Euro für die Order über den Direkthandel der ING-DiBa.






Wer ist CVS Health?

CVS Health – oder kurz CVS – ist der größte Gesundheitsdienstleister im US-amerikanischen Pharmaziebereich. Die Geschichte der aus Rhode Island stammenden Apotheken- und Drogeriekette begann in den früheren 1960er Jahren mit der Eröffnung der ersten Filiale im US-Bundesstaat Massachusetts.

Nach jahrzehntelanger Expansion und zahlreichen Umstrukturierungen verfügt CVS heute über ein landesweites Filialnetz mit über 9.800 Standorten sowie 1.100 Ambulanzen (Retail/LTC). Darüber hinaus ist das Unternehmen als sogenannter Pharmacy Benefit Manager (PBM) unter anderem dafür verantwortlich, für mehr als 94 Millionen Krankenversicherte die Preise von verschreibungspflichtigen Medikamenten auszuhandeln.

CVS Health Umsatz in Mrd. US$
CVS Health Umsatz 2017 in Mrd. US$

Wie alle Einzelhändler hat auch CVS seit geraumer Zeit mit dem „Amazon-Effekt“ zu kämpfen, da ein Großteil der in den eigenen Filialen angebotenen Produkte wie Drogerieartikel, Haushaltswaren und Nahrungsmittel auch beim Onlineriesen zu haben sind – und dies meist zu deutlich niedrigeren Preisen. Darüber hinaus beabsichtigt Amazon, sich künftig verstärkt im Pharmabereich zu engagieren. So wurde der weltgrößte Versandhändler bisweilen nicht nur für den Großhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zugelassen, sondern hat auch gemeinsam mit Berkshire Hathaway und JP Morgan ein Joint Venture zur „Revolution“ des amerikanischen Gesundheitswesens gegründet, wodurch gerade die margenstarken Geschäftsbereiche von CVS in Gefahr geraten könnten.

Doch CVS steht diesen Entwicklungen nicht tatenlos gegenüber. Um sich gegen die abzeichnende Bedrohung zu wappnen, beabsichtigt das Unternehmen, die vertikale Integration weiter voranzutreiben. Wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die 2017 bekanntgegebene Übernahme des drittgrößten US-Krankenversicherers Aetna. Die $77 Milliarden schwere Transaktion soll neben jährliche Synergien über $750 Millionen auch neue Wachstumsmöglichkeiten generieren, indem man als erstes Unternehmen das gesamte Spektrum an Gesundheitsdienstleistungen aus einer Hand anbieten kann.

Warum CVS Health?

Als wir uns im Januar 2017 für den Kauf von CVS entschieden, war vom Amazon-Effekt noch nicht wirklich die Rede. Zwar gab es erste Spekulationen über einen eventuellen Einstieg ins Onlinegeschäft mit Arzneimitteln, doch diese hatten sich noch keineswegs konkretisiert. Dennoch befand sich der Kurs der Aktie seinerzeit bereits nahe des 2-Jahrestiefs.

Demgegenüber sprachen die finanziellen Kennzahlen eine ganz andere Sprache. Nicht nur der Gewinn je Aktie konnte seit mehr als 10 Jahren kontinuierlich gesteigert werden, auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 erschien vergleichsweise günstig. Darüber hinaus hatte das Unternehmen seine Dividende seit 2003 jedes Jahr erhöht und dies mit einem durchschnittlichen Dividendenwachstum von 23% pro Jahr.

Wie hat sich CVS Health entwickelt?

Obwohl die Aktie also schon Anfang 2017 verhältnismäßig günstig erschien, kannte der Kurs seither weitestgehend nur eine Richtung: Abwärts. Angesichts der vermeintlichen Bedrohung des unternehmenseigenen Geschäftsmodells durch Amazon ist die CVS-Aktie seither von 72,50 Euro auf zeitweise unter 49,75 Euro gefallen, was einem Abschlag von 31,4% gegenüber unserem damaligen Kaufkurs entspricht. Derzeit notiert der Aktienkurs zwar wieder etwas höher bei 51,65 Euro, dies entspricht aber immer noch einem Minus von 28,8%.

Kursverlauf CVS Health
Kursverlauf CVS Health

Da es sich bei CVS um ein Unternehmen aus den USA handelt, müssen jedoch auch etwaige Wechselkurseffekte in die Betrachtung einbezogen werden. So hat der US-Dollar gegenüber dem Euro seit unserem Kaufzeitpunkt von 0,935 um 13,4% auf 0,810 abgewertet. Ohne diesen Währungseffekt stände unsere Position also „nur“ mit 17,8% im Minus. Dennoch keine schöne Entwicklung. Und es zeigt, dass auch ein Aktienkauf nahe einem temporären Tief keine Garantie für baldige Kursgewinne ist.

Kursverlauf USD/EUR
Kursverlauf USD/EUR

Ist CVS Health weiterhin ein Kaufkandidat?

Doch wie attraktiv ist die Aktie von CVS heute? Dies muss sich anhand unseres Bewertungsmodells zeigen. Also los geht’s!

Wie günstig ist CVS?

Ich halte ein Unternehmen für günstig, wenn das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) niedriger ist, als dessen durchschnittliches KGV (seit 2004). Im Falle von CVS liegt das aktuelle KGV bei 11,1. Dies ist weniger als es in der Vergangenheit im Durchschnitt mit 15,2 der Fall war.

CVS Health Bewertungsfaktor 1

Die Aktie von CVS ist daher im Augenblick deutlich günstiger zu haben als üblich. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 10,6 Pluspunkte.

Wie stark ist CVS?

Ich halte ein Unternehmen für stark, wenn es seinen Gewinn sowohl lang- (seit 2004) als auch mittelfristig (seit 2011) steigern kann. Im Falle von CVS beträgt die geringere der beiden Wachstumsraten 10,9% p.a. Das Unternehmen weist somit sowohl mittel- als auch langfristig ein positives Gewinnwachstum auf.

CVS Health Bewertungsfaktor 2

CVS scheint daher ein überaus starkes Unternehmen zu sein. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 10,9 Pluspunkte.

Wie robust ist CVS?

Ich halte ein Unternehmen für robust, wenn es seine Gewinne langfristig (seit 2004) kontinuierlich steigern kann. Im Falle von CVS betrug der maximale Gewinneinbruch 26,1% (Schätzung für Geschäftsjahr 2018). Im Bewertungszeitraum kam es jedoch zu keiner Verlustsituation.

CVS Health Bewertungsfaktor 3

CVS scheint daher ein ziemlich robustes Unternehmen zu sein. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 2,3 Minuspunkte.

Ist CVS derzeit ein Schnäppchen?

Ich halte ein Unternehmen für ein Schnäppchen, wenn dessen langfristige Gewinnentwicklung (seit 2004) das gegenwärtige KGV rechtfertigt. Im Falle von CVS gestehe ich dem Unternehmen aufgrund seiner Robustheit ein KGV von 15,4 zu. Dies ist mehr als das aktuelle KGV (11,1).

CVS Health Bewertungsfaktor 4

Die Aktie von CVS scheint daher gegenwärtig ein echtes Schnäppchen zu sein. Im Rahmen unserer Bewertung vergebe ich hierfür 4,3 Minuspunkte.

Jung in Rente-Faktor

Zur Berechnung unserer persönlichen Bewertungskennzahl – dem sogenannten „Jung in Rente“-Faktor (JiR-Faktor) – zähle ich abschließend sämtliche Plus- und Minuspunkte des Unternehmens zusammen. Im Falle von CVS komme ich so auf einen JiR-Faktor von +14,9 Punkten.

CVS Health Jung in Rente-Faktor

Unternehmen mit einem JiR-Faktor von unter -10 landen dabei nur äußerst selten auf unserer Watchlist, geschweige denn in unserem Depot. Ab einem JiR-Faktor von -10 qualifiziert sich eine Aktie für die engere Auswahl. Einen JiR-Faktor von 10 und höher deute ich sodann als Kaufsignal.

CVS empfiehlt sich mit einem JiR-Faktor von +14,9 somit dringend für einen (Nach-)Kauf.

Dividende

Neben dem JiR-Faktor spielt bei unseren Kaufentscheidungen aber auch die Gewinnausschüttung eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Daher prüfe ich vor jedem Kauf zusätzlich, wie es um Höhe, Stabilität und Wachstum der Dividende bestellt ist.

CVS Health Dividende

CVS verfolgte bislang eine überaus anlegerfreundliche Ausschüttungspolitik. So hat das US-amerikanische Unternehmen seine Dividende über den gesamten Bewertungszeitraum hinweg von Jahr zu Jahr erhöht. Gegenwärtig schüttet CVS etwa 31% seiner Gewinne aus, was einer Dividendenrendite von 3,2% entspricht.

Das Unternehmen kündigte jedoch an, die Dividende im Zuge der Aetna-Übernahme vorübergehend einzufrieren und nicht weiter zu erhöhen, bis die durch die Transaktion neu hinzugekommenen Schulden wieder auf ein einigermaßen tragfähiges Niveau reduziert werden konnten.

Fazit

Aufgrund des stabilen Geschäftsmodells, der starken Gewinnentwicklung sowie der anlegerfreundlichen Ausschüttungspolitik hatten wir CVS Health bereits Anfang 2017 zum Kurs von 72,50 Euro in unser Depot aufgenommen.

Zu früh, wie sich herausstellen sollte. Denn die immer konkreter werdenden Spekulationen über eine Amazonisierung des amerikanischen Apotheken- und Drogeriewesens trieben den Aktienkurs zuletzt bis auf ein 4-Jahrestief (50 Euro).

Bislang schlägt sich diese Entwicklung jedoch (noch) nicht auf die Geschäftszahlen des Unternehmens nieder. Dementsprechend positiv schneidet CVS Health derzeit in unserem Bewertungsmodell ab.

Auch perspektivisch sehe ich den Untergang des Unternehmens keineswegs als ausgemacht an. Vielmehr stellt die beabsichtigte Übernahme von Aetna – trotz des hohen Kaufpreises – einen interessanten Ansatz dar, eine nie da gewesene vertikale Integration im amerikanischen Gesundheitswesen zu schaffen.

Aus diesen Gründen glaube ich auch weiterhin an CVS Health und halte trotz des bisherigen Kursabschlags weiter am Unternehmen fest. Sollte der Aktienkurs kurzfristig noch weiter nachgeben, ziehe ich sogar in Erwägung, unsere bestehende Position weiter auszubauen.






Was denkst du CVS Health, den Amazon-Effekt und die geplante Übernahme von Aetna? Lass es mich wissen und schreib einen kurzen Kommentar oder kontaktiere mich auf Facebook oder Twitter!


Mein persönlicher Buchtipp passend zum Thema:

Update: Passives Einkommen März 2018

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Dank meines stetig wachsenden Depots aus Aktien, ETFs, Anleihen sowie Fest- und Tagesgeldern erfreue ich mich eines regelmäßigen passiven Einkommens. Im März flossen mir insgesamt 441,31 Euro an Kapitaleinkünften zu. Nach einer „Null-Runde“ im Januar und dem Mini-Einkommen vom Februar konnte ich nunmehr den mit Abstand ertragreichsten Monat des Jahres verzeichnen.

Passives Monats-Einkommen
Passives Monats-Einkommen

Old Economy lässt Dividendeneinnahmen sprudeln

Hinter meinem passiven Einkommen vom März stecken insgesamt sechs Dividenden- und Zinszahlungen. Ein Großteil der Einkünfte entstammt dabei weiterhin der Old Economy. Hierzu zähle ich sowohl die vierteiljährlichen Ausschüttungen des britisch-niederländischen Mineralöl- und Erdgas-Giganten Royal Dutch Shell (216,17 Euro) und des US-amerikanischen Energieversorgers Southern Company (46,92 Euro) als auch die halbjährliche Dividende des japanischen Tabakkonzerns Japan Tobacco (79,80 Euro).  Allerdings haben mir auch das US-Biotechunternehmen Gilead Sciences (16,13 Euro) sowie der dänische Insulinspezialist Novo Nordisk (48,72 Euro) ihre viertel- bzw. halbjährliche Dividende ausgeschüttet.

Dabei habe ich mich auch über zwei Dividendenerhöhungen freuen dürfen. So ist die Ausschüttung je Aktie bei Gilead Sciences von 0,52 USD auf 0,57 USD (+9,6%) und bei Novo Nordisk von 4,60 DKK auf 4,85 DKK (+5,4%) angehoben worden. Darüber hinaus wurden zum Quartalsende wieder Tagesgeldzinsen bei MoneYou (33,57 Euro) fällig.

Passives Einkommen März 2018
Passives Einkommen März 2018

Im ersten Quartal 2018 habe ich somit exakt 509,33 Euro vereinnahmen können. Dies entspricht einem passiven Einkommen von durchschnittlich 169,78 Euro im Monat (Vormonat: 34,01 Euro) bzw. 2.037,32 Euro hochgerechnet auf das Gesamtjahr. Dabei entfielen bislang mehr als 90% der Erträge auf Dividenden- und weniger als 10% auf Zinseinnahmen.

Passives Jahres-Einkommen
Passives Jahres-Einkommen

Meinem Ziel für 2018, ein passives Einkommen von durchschnittlich 250 Euro pro Monat zu generieren, habe ich mich also wieder ein gutes Stück genähert. Allerdings dürften meine vereinnahmten Erträge schon im April erneut einen kleinen Dämpfer erleiden, da ich bis auf die jährliche Ausschüttung des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler keine weiteren Mittelzuflüsse erwarten darf.

Passives Einkommen Soll-Ist-Vergleich
Passives Einkommen Soll-Ist-Vergleich

Depoterweiterungen im März 2018

Auf meinem Weg in die finanzielle Freiheit versuche ich, meine Einkommenssituation kontinuierlich zu verbessern. Zu diesem Zweck verfolge ich eine zweigleisige Anlagestrategie.

Den Kern bildet ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio, welches ich mittels Value-Averaging bespare. Hier wurden im März zwei Nachkäufe des STOXX Europe 600 sowie des MSCI North America fällig. Insgesamt habe ich letzten Monat so zusätzliche Anteile für 1.317,73 Euro erworben.

Darüber hinaus besteht mein Depot aus einem ausschüttungsstarken Aktien-Portfolio. Dieses habe ich am Tag der Aktie (16.03.2018), an dem alle DAX-Aktien ordergebühren- und entgeltfrei gekauft werden können, weiter ausgebaut.

Twitter

Dabei habe ich zum einen meine bereits bestehenden Positionen an den dividendenreichen Premiumautoherstellern BMW und Daimler sowie am weltweit größten Rückversicherer Münchener Rück aufgestockt. Zum anderen habe ich mir mit dem Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius sowie dem größten europäischen Softwarehersteller SAP zwei Wachstumsgaranten neu ins Depot geholt. Von allen fünf deutschen Unternehmen habe ich jeweils Anteile für etwas mehr als 1.000 Euro erworben.

Nach den letztmonatigen Depoterweiterungen liegt mein erwartetes passives Einkommen für 2018 bei nunmehr 2.763,46 Euro (Vormonat: 2.364,36 Euro). Dies würde einer Steigerung von 35,4% im Vergleich zu 2017 entsprechen.






Wie hat sich dein passives Einkommen im ersten Quartal 2018 entwickelt? Lass es mich wissen und schreib einen kurzen Kommentar oder kontaktiere mich auf Facebook oder Twitter!


Mein persönlicher Buchtipp passend zum Thema: