Wenn sich Mr. Market dein Jahreseinkommen schnappt

Den Februar 2018 wird wohl kaum ein Privatanleger besonders positiv in Erinnerung behalten. Die weltweite Talfahrt an den Börsen hat vielerorts ihre Spuren hinterlassen. Auch an mir gingen die Kursverluste nicht spurlos vorüber. Insgesamt verlor mein Depot binnen Monatsfrist mehr als 3.500 Euro an Wert.






Wenn sich Mr. Market dein Jahreseinkommen schnappt

Beim genaueren Hinsehen wird deutlich, dass der Wertverlust im Februar sogar höher ausfiel, als meine jährlichen Dividenden- und Zinseinkünfte. Zwar habe ich mir für 2018 ein passives Einkommen von stolzen 3.000 Euro vorgenommen. „Mr. Market“ hat es jedoch geschafft, sich mein geplantes Jahreseinkommen innerhalb nur eines Monats vollständig einzuverleiben.

Wenn ich Aktien nur nach Bauchgefühl kaufen würde, hätte ich inzwischen wahrscheinlich schon längst weiche Knie bekommen und mich mit deutlichen Kursabschlägen aus dem Markt verabschiedet. Im Laufe der Zeit habe ich jedoch eine Anlagestrategie entwickelt, die mich auch in stürmischen Börsenzeiten ruhig schlafen lässt.

So investiere ich nur noch in zwei Fällen. Entweder ist gemäß meiner Value Averaging-Strategie ein ETF-Nachkauf fällig oder mein Bewertungsmodell gibt mir für eine bestimmte Aktie ein Kaufsignal aus. Ansonsten halte ich einfach die Füße still und spare überschüssige Mittel auf meinem Tagesgeldkonto an.

Dank dieser Anlagestrategie bringen mich auch herbe Wertverluste wie im Februar nicht mehr so leicht aus der Ruhe. Denn egal welches Börsenumfeld gerade vorherrscht, mein Ansatz liefert mir stets konkrete Handlungsempfehlungen, sodass meine Emotionen bei Kaufentscheidungen außen vor bleiben.





Mr. Market macht auch mal Fehler

Natürlich hätte ich gerade mit Blick auf meine beiden letzten Aktienkäufe gerne ein etwas glücklicheres Händchen in Sachen Timing bewiesen. Die Aktien von Southern Company und Japan Tobacco notieren derzeit zwischen 10% und 20% unter meinen Einstiegskursen.

Ich kann nicht leugnen, dass mich ein solcher Wertverlust schmerzt. Zwar handelt es sich bislang lediglich um Buchverluste. Doch wer verliert schließlich schon gerne Geld?

Deswegen aber gleich an meiner gesamten Anlagestrategie zu zweifeln, kommt für mich nicht in Frage. Denn nur weil „Mr. Market“ die Aktie eines Unternehmens zu niedrigeren Kursen anbietet, bedeutet dies nicht automatisch, dass sich auch dessen Geschäftsaussichten verschlechtert hätten. Und solange dies nicht der Fall ist, stehe ich auch weiterhin fest hinter meinen Kaufentscheidungen.

Die Launen von Mr. Market für sich nutzen

Darüber hinaus bietet jede Börsenkorrektur auch neue Chancen. Gerade Anlegern wie mir, die sich noch in der Ansparphase befinden, eröffnen sich infolge fallender Aktienkurse oftmals tolle Einstiegsmöglichkeiten. In jedem Fall lässt sich die eigene Watchlist deutlich kostengünstiger als zuvor in die Tat umsetzen.

Nach längeren Phasen, in denen die Aktienmärkte eigentlich immer nur eine Richtung kannten, empfinde ich es daher als geradezu wohltuend, dass sich „Mr. Market“ gegenwärtig auch mal wieder von seiner depressiven Seite zeigt.

Anstatt also über den Wertverlust des eigenen Depots zu zetern, beschäftige ich mich lieber mit der Frage, welche Aktien aktuell am kaufenswertesten erscheinen und freue mich, einige Qualitätsunternehmen endlich wieder zu Einstiegskursen vorzufinden.






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