Meine Tipps zum Börsenstart

Wie der ein oder andere von Euch inzwischen vielleicht schon mitbekommen hat, ist Jung in Rente dieses Jahr zum allerersten Mal für den comdirect finanzblog award nominiert.

Schon einmal vielen Dank an alle Leser*innen, die Ihre Stimme beim diesjährigen Online-Voting für meinen Blog abgegeben haben! Hierüber freue ich mich wirklich riesig!

Parallel zur noch bis zum 11. Oktober 2019 laufenden Abstimmung für den finanzblog award hat die comdirect dieses Jahr alle Bewerber*innen zu einer großen Blog-Parade eingeladen.

Diese thematisiert die ersten Schritte an der Börse und trägt den Slogan: „Mit diesen drei Punkten gelingt der Start auf dem Parkett“.

Natürlich nutze ich diese Gelegenheit gerne und stelle Euch im Folgenden meine Tipps für einen erfolgreichen Börsenstart vor.

comdirect finanzblog award 2019
comdirect finanzblog award 2019

1. Eigne Dir Wissen an

Bevor du deinen ersten Euro an der Börse anlegst, gilt es, sich als allererstes mit dem nötigen Handwerkzeug zu rüsten.

Geht man dabei ganz traditionell vor, so spricht absolut nichts dagegen, sich zunächst einmal ein paar gute Einstiegsbücher zuzulegen und diese in Ruhe durchzuarbeiten.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir hierfür ruhigen Gewissens die Werke des inzwischen verstorbenen Börsenexperten André Kostolany sowie den Finanzklassiker „Der reichste Mann von Babylon“ empfehlen.

Dank dieser Bücher habe ich mir früh das richtige Mindset für die langfristige Geldanlage an der Börse aneignen können.

Denn obwohl deren Lektüre in meinem Fall bereits viele Jahre zurückliegt, bestimmen viele der darin beschriebenen Denkansätze bis heute mein eigenes Handeln.

Wenn du dich anschließend bereit für den Börsenalltag fühlst, dir aber noch das nötige Know-how fürs praktische Doing fehlt, kann ich dir ebenfalls zwei meiner absoluten Lieblingsfachbücher ans Herz liegen.

Für welches du dich am Ende entscheidest, hängt einzig und allein davon ab, ob du lieber in breit gestreute, börsengehandelte Indexfonds – sogenannte Exchange Traded Funds oder kurz ETFs – investieren möchtest, oder du auch eine Geldanlage in einzelne Aktien börsengelisteter Unternehmen in Betracht ziehst.

Im ersten Fall führt meiner Erfahrung nach kein Weg an der „Kommer-Bibel“ Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs vorbei. Dieses Buch hat mich bereits vor über 10 Jahren auf den Pfad der Tugend gebracht und mir nahezu mein gesamtes Grundwissen zur langfristigen Geldanlage in ETFs beigebracht.

Solltest du dich jedoch auch für Investitionen in Einzelaktien erwärmen können, gehört ein solides Grundwissen über Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse zum A und O. Dieses musst du dir heutzutage aber glücklicherweise nicht mehr im Uni-Hörsaal aneignen, sondern kannst es dir auf ganz anschauliche Weise vom heutigen Fondsmanager Nicolas Schmidlin beibringen lassen.

Falls du jedoch kein Bücherwurm sein solltest, ist dies noch kein Beinbruch. Denn inzwischen lässt sich enorm viel Börsenwissen auch kostenfrei aus dem Netz ziehen.

Aufgrund des schier unüberschaubaren Angebots möchte ich dir im Folgenden noch kurz ein paar meiner favorisierten Online-Know-how-Quellen mit auf den Weg geben, auf die auch ich sehr gerne regelmäßig zurückgreife:

Blogs
Podcasts
YouTube

Also, viel Spaß beim Lesen, Hören und Videoschauen!

2. Eröffne ein Depot

Nachdem du dir zuvor bereits das nötige Grundwissen angeeignet hast, geht es nun daran, dir die Eintrittskarte fürs Börsenparkett zu beschaffen.

Denn erst mit einem Depot bist du im Stande, Aktien, ETFs und alle sonstigen börsennotierten Wertpapiere zu kaufen oder verkaufen.

Um herauszufinden, welcher Depotanbieter am besten zu deinen Bedürfnissen passt, kannst du eines der vielen Online-Portale zu Rate ziehen (z.B. Modern-Banking) oder dir einfach den unabhängigen Depot-Vergleich von Finanztip durchlesen.

Aber ganz ehrlich, solange du dich beispielsweise für eine der großen Direktbanken wie die comdirect*, DKB* oder ING* entscheidest, dürftest du wenig verkehrt machen.

Darüber hinaus kann ich dir aus eigener Erfahrung auch den neuen mobilen Online-Broker Trade Republic* empfehlen, den ich erst kürzlich in meinem Erfahrungsbericht ausführlich beschrieben habe.

3. Teste dein Know-how in der Praxis

Auf die Theorie folgt die Praxis, was nichts anderes bedeutet, als dass dir nun der Sprung ins kalte Wasser bevorsteht.

Denn mit dem nötigen Grundwissen und dem richtigen Depotanbieter steht deinem Start auf dem Börsenparkett nun nichts mehr im Wege.

You can talk the talk, but can you walk the walk?

Am besten testest du dein vorhandenes Know-how aber erst einmal in einem Musterdepot oder du fängst mit einer kleineren Transaktion an.

Auf diese Weise lernst du die Funktionsweise deines Depotanbieters erst richtig kennen und gehst gleichzeitig keine allzu großen Risiken ein.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich dir gerne noch eines mit auf den Weg geben:

Denn auch wenn mein eigener Börseneinstieg nun schon annähernd zwei Jahrzehnte zurückliegt, werde ich nie das Hochgefühl vergessen, nachdem mir das erste Wertpapier in mein Depot eingebucht wurde.

Solltest nun also auch du vor dem Schritt zum Aktionär stehen, wünsche ich dir natürlich viel Erfolg, vor allem aber auch viel Spaß und Freude bei deinem künftigen Engagement am Börsenparkett.

Du bist auf dem richtigen Weg!


Alle Einsteigertipps meiner finanzblog award-Kollegen findest du übrigens hier.

Danke für deine Aufmerksamkeit und weiterhin viel Erfolg beim Sparen, Investieren und frei sein!

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6 Antworten auf „Meine Tipps zum Börsenstart“

    1. Besten Dank! Ich freue mich wirklich über jede einzelne Stimme!

      Was die Buchwahl anbetrifft, so hat wahrscheinlich jeder seine persönlichen Favoriten. Aber die Kostolany-Werke sind halt schon echte Klassiker, deren teils so einfache Weisheiten in unserer schnelllebigen Welt leider oft vergessen werden.

    1. Danke Sabrina!

      Bei vielen hapert es ja wirklich daran, es sich einfach mal zu trauen. Wenn dann aber der erste Euro investiert ist, fallen viele der früheren Berührungsängste mit einem Mal weg.

      Von daher gilt hier – wie in vielen anderen Lebensbereichen – der Grundsatz „Try & Error“. Beim Investieren aber vorzugsweise zunächst einmal mit kleinen Beträgen… 😉

  1. Danke für die Erwähnung!

    Was ich bei den Buchempfehlungen im dt. Raum nie sehe ist „Your money or your life“. Ist halt kein reines Investing Book, aber für mich war es damals der Anstoss, mich ernsthaft mit dem Investieren und dem Aufbau eines passiven Cash Flows auseinander zu setzen.

    Viel Erfolg beim Finanzblog Award!

    CU Ingo.

    PS: 4x Werbung (Adware?) in dem Artikel? Bissl viel oder?

    1. Sehr gerne! Dein Blog eignet sich schließlich auch prima für Börseneinsteiger 🙂

      Was die Buchempfehlungen anbelangt, so muss ich gestehen, „Your money or your life“ noch gar nicht gelesen zu haben. Von daher kann ich es trotz seines Klassiker-Status nicht guten Gewissens weiterempfehlen.

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