Schnappschuss der Woche: Johnson & Johnson

Dank meines stetig wachsenden Depots komme ich der finanziellen Freiheit jeden Tag ein Stückchen näher.

Anfang 2019 hatte ich mit dem Schnappschuss der Woche ein neues Bewertungsformat ins Leben gerufen.

In diesem Rahmen stelle ich seither kurz und kompakt dar, wie sich eine Aktie in meinem Bewertungsmodell schlägt.

Nachdem inzwischen 25 Unternehmen meine Kurzanalyse durchlaufen haben, präsentiere ich nun den letzten Schnappschuss für dieses Jahr.

Diesmal im Fokus: Der US-amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson.

Johnson & Johnson Symbol

Meine Bewertungsmethode

Vorweg jedoch ein paar Worte dazu, wie ich passende Unternehmen für meine Anlagestrategie finde.

Denn hierzu nutze ich mein eigenes Bewertungsmodell.

Anhand von 4 Bewertungskriterien berechnet dieses meine persönliche Bewertungskennzahl – den Jung in Rente-Faktor.


Mehr Informationen zu meiner Art und Weise Aktien zu bewerten, findest du hier:

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Unternehmen mit einem Jung in Rente-Faktor von

  • unter -10 landen dabei nur äußerst selten auf meiner Watchlist
  • zwischen -10 und +10 qualifizieren sich für meine Bewertungsserie
  • über +10 schaffen es wahrscheinlich irgendwann in mein Depot.

Johnson & Johnson in meinem Bewertungsmodell

Johnson & Johnson (US-Börsenkürzel: JNJ, WKN: 853260) kommt derzeit auf einen negativen Jung in Rente-Faktor von -36,9 Punkten.

Jung in Rente – Schnappschuss Nr. 26 / 2019: Johnson & Johnson
Jung in Rente – Schnappschuss Nr. 26 / 2019: Johnson & Johnson

Das mäßige Bewertungsergebnis geht dabei natürlich nicht auf das starke Gewinnwachstum zurück, dass der US-amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterhersteller sowohl seit 2004 (6% p.a.) als auch seit 2011 (9% p.a.) an den Tag legte.

Auch das sich sehr konstant entwickelnde Unternehmensergebnis weiß mich durchaus zu überzeugen. Denn der stärkste Gewinneinbruch lag im gesamten Bewertungszeitraum bei gerade einmal 21% (Geschäftsjahr 2011). Johnson & Johnson darf somit mit Fug und Recht als äußerst robustes Unternehmen bezeichnet werden.

Doch leider ist die Aktie von Johnson & Johnson in meinen Augen gegenwärtig schlicht und ergreifend zu teuer. So liegt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 24 und damit fast 40% über dem eigenen langjährigen Schnitt.

Die leichte Überbewertung wird auch anhand des F.A.S.T. Graphs-Charts deutlich.

Johnson & Johnson Fastgraphs
Johnson & Johnson – F.A.S.T. Graphs
Dividende

Sehr gut sieht es hingegen bei der Dividende aus.

Schließlich zahlt Johnson & Johnson bereits seit 1972 eine kontinuierlich steigende Dividende!

In den vergangenen 5 Jahren haben die US-Amerikaner ihre Ausschüttungen ebenfalls recht ordentlich erhöht. Die Dividende wuchs in dieser Zeit durchschnittlich um mehr als 6%.

Aktuell bietet Johnson & Johnson Neueinsteigern eine Dividendenrendite von etwas mehr als 2,5%. Dabei liegt die Ausschüttungsquote momentan bei knapp über 60%.

Auch laut Einschätzung des Aktienfinders handelt es sich bei dem Unternehmen um einen sogenannten Dividendenbunker. Demnach kann die Dividende auch künftig mit höchster Wahrscheinlichkeit ausgeschüttet werden.

Fazit: Johnson & Johnson noch nicht reif für meine Watchlist

Johnson & Johnson schneidet in meinem Bewertungsmodell insgesamt eher mäßig ab und ist daher momentan kein Kandidat für meine Watchlist.

Zwar spielt der US-amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterhersteller in der 1. Liga, was die Ergebnisstabilität und Dividendenkonstanz betrifft.

Allerdings erscheint mir die Aktie aktuell wieder überbewertet.

Ich lasse daher vorerst die Finger von Johnson & Johnson.

Danke für deine Aufmerksamkeit und weiterhin viel Erfolg beim Sparen, Investieren und frei sein!

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Volle Transparenz: Die von mir gehandelten Aktien, ETFs, Anleihen und Optionen sind stets mit Risiken behaftet. Auch bin ich kein Finanz- oder Anlageexperte. Meine Aktienanalysen sind daher weder als Anlageberatung noch als Empfehlung zu verstehen und ich übernehme keinerlei Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage der hier präsentierten Informationen getroffen werden. Mehr Informationen hierzu findest du auch in meinem Disclaimer.

4 Antworten auf „Schnappschuss der Woche: Johnson & Johnson“

  1. Hi, kleine Anmerkung:

    Die 2 bis 3% Dividendenrendite gleicht in etwa die Inflation aus, nun könnt man sagen besser als nichts. 😉 Na ja. Und das vor Steuern.

    Zum anderen die ‚Dividendensteigung‘ in Prozent klingt natürlich gut, ist aber prozentual. In Absolutbeträgen unter Berücksichtigung der allgemeinen Kostensteigerungen, was bleibt da effektiv noch davon bzw. wie sieht es dann noch aus?

    Nichtsdestotrotz eine interessante Seite, klar und prägnant aufgebaut.

    VG Jens

    1. Moin Jens,

      na klar ist die Dividendenrendite nicht der Hit. Dies ist mit ein Grund dafür, warum JNJ nicht ganz oben auf meiner Prioritätenliste steht.

      Auch darf man von so einem Riesen keine dauerhaften Dividendensteigerungen im zweistelligen Prozentbereich mehr erwarten. Die Zeiten sind lange vorbei.

      Trotzdem zeigt ein Blick auf die Fundamentaldaten, dass es sich bei JNJ um ein qualitativ sehr hochwertiges Unternehmen handelt, bei dem ich unter günstigeren Bedingungen gerne irgendwann einsteigen würde.

      Besten Gruß
      – David

  2. Hallo David,

    so ein Bewertungsmodell kann Fluch und Segen sein. Positiv zu sehen ist sicherlich, dass du mithilfe eines solchen Modells die Emotionen und das Bauchgefühl bei der Kaufentscheidung außen vor lässt.

    Im Fall von Johnsons & Johnson kann es aber auch dazu führen, dass du hier nie einen Fuß in die Tür bekommst. Ich will damit sagen, dass das Warten auf eine günstigere Bewertung sehr lange dauern kann. Wärst du aber bereits bei JNJ investiert, könntest du von Kurssteigerungen und Dividendenerhöhungen profitieren und bei fallenden Kursen die Position weiter aufstocken.

    Viele Grüße und einen guten Rutsch!
    Mike

    1. Moin Mike,

      vielen Dank fürs Vorbeischauen und Kommentieren.

      Ich gebe dir vollkommen recht. Ein Bewertungsmodell kann als Indikator dienen, sollte aber nie als alleinige Entscheidungsgrundlage herangezogen werden.

      Auch ich treffe immer mal wieder Entscheidungen, die so nur auf Basis meines Bewertungsmodells nicht möglich gewesen wären.

      Allerdings habe ich bei Fällen wie JNJ auch einen verdammt langen Atem. Das kann zwar letztlich dazu führen, dass ich niemals einen Fuß in die Tür bekomme. Aber dafür gibt es ja noch genügend andere qualitativ hochwertige Unternehmen, die sich in der Zwischenzeit mal im Ausverkauf befinden. Da greife ich dann einfach lieber zu.

      Viele Grüße
      – David

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